"KLIMAMACHER" ZU BESUCH IN UNSERER SCHULE
Was hat unsere Ernährung mit dem Klima zu tun?
Unser Klima und unsere Ernährung sind eng verbunden. Das ist das Ergebnis des Ernährungsworkshops mit Frau Petri von den "KlimaMachern". Dieses Modul wählten die 1., 2. und 3. Klasse aus dem reichhaltigen Angebot der "KlimaMacher" aus und lernten an einem abwechslungsreichen Unterrichtsvormittag viel Neues.
Die erste Frage, die Frau Petri anschaulich beantwortete, war "Was ist Klima?" Darauf folgte gleich die Antwort auf die wesentliche Frage, die uns seit Jahren beschäftigt "Warum wird es immer wärmer auf der Erde?" Doch was hat das nun alles mit unserer Ernährung zu tun?
Da sind erstmal die tierischen Produkte, die einen großen Einfluss auf unser Klima haben. Erstmal produzieren die Tiere Methan ("Pupsgas"), das als Treibhausgas mit für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Außerdem wird viel Fläche zum Anbau für das Tierfutter z.B. Soja gebraucht und hier werden auch Wälder gefällt, die doch so wichtig für die Erhaltung unseres Klimas sind.
Ein großer Klimakiller ist auch das Palmöl, das in vielen unserer Einkaufsprodukten versteckt ist z.B. Schokolade, Nutella, Shampoo. Auch für das Palmöl werden viele Wälder abgeholzt, damit man Anbauflächen gewinnt. Dafür wird auch nicht mal vor dem Regenwald haltgemacht, der so wichtig für die Erde ist.
Hinzu kommt noch die Art der Verpackung unserer Lebensmittel. Hier könnten wir darauf achten, dass möglichst wenig Plastik verbraucht wird. Am besten z.B. Obst und Gemüse der Saison und aus der Region auf dem Markt kaufen und im Korb oder der Stofftasche heimbringen. Wenn wir dazu noch das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen sind wir richtige Klimaschützer!
Wusstet ihr schon, dass wir 65 kg Obst, 89 kg Fleisch, 60 kg Backwaren, 88 kg Milch und 103 kg Gemüse im Jahr essen?
Gut dass wir so viel Gemüse essen, denn das ist gut für das Klima und gut für uns.
Wie beeinflussen unsere Mobilität und unser Konsum das Klima?
Auch wir Viertklässler nahmen am Projekt der „KlimaMacher“ teil. Frau Kerstin Petri von den „KlimaMachern“ kam auch zu uns in die vierte Klasse, um mit uns gemeinsam auf kindgemäße Art zu erarbeiten, wie sich Mobilität und Konsum auf unser Klima auswirken und wie wir uns klimafreundlich verhalten können.
Zunächst beschäftigten wir uns mit der Frage: Was ist Klima? Dabei holte Frau Petri unsere Vorkenntnisse ein und machte anhand eines Globusses und eines Schaubildes deutlich, wie wichtig unsere Erdatmosphäre als Schutzschicht ist. Sie hält nämlich Wärme auf der Erde, indem sie den größten Teil der Wärmestrahlen der Sonne zurückhält. Doch kommt zu viel Kohlendioxid (CO2) durch Verkehr, Fabriken, Kraftwerke und Heizungen in unsere Atmosphäre, heizt sie sich immer stärker auf. Es wird auf der Erde wärmer und das wird zum Problem: Das ewige Eis schmilzt und Eisbären verlieren ihren Lebensraum; es gibt mehr Stürme, Überschwemmungen oder Trockenzeiten, der Meeresspiegel steigt … . Vielen von uns war in diesem Zusammenhang bereits klar, dass wir besonders jetzt Wälder mit ihren Bäumen brauchen; denn die grünen Pflanzen nehmen das umweltschädliche Kohlendioxid auf und geben uns den lebensnotwendigen Sauerstoff zum Atmen.
Für unser künftiges Klima ist es also wichtig, dass wir Kohlendioxid vermeiden. Jeder von uns ist mobil. Er bewegt sich ständig von einem Ort zum anderen. Dabei benutzen wir verschiedene Verkehrsmittel. Jeder von uns bekam von Frau Petri eine Karte mit einem Verkehrsmittel. Diese ordneten wir nach ihrer Klimafreundlichkeit in drei Gruppen ein: sehr klimafreundlich, teils klimafreundlich, klimabelastend. Dabei diskutierten wir angeregt über die Umweltfreundlichkeit der einzelnen Verkehrsmittel. So wurde z. B. von einer Schülerin deutlich gemacht, dass es bei einem E-Bike oder einem E-Auto darauf ankommt, dass der Strom umweltfreundlich erzeugt wird.
Nicht nur die Wahl der Verkehrsmittel, sondern auch unser Konsum (Verbrauch von hergestellten Dingen) belastet mehr oder weniger unser Klima und unsere Umwelt. So erwähnte Frau Petri, dass von der Kleidung, die gekauft wird, nur rund die Hälfte wirklich getragen wird. Bei jedem hergestellten Kleidungsstück werden Rohstoffe und Energie verbraucht.
Gemeinsam mit Frau Petri fanden wir Möglichkeiten und gaben Tipps für ein umweltbewusstes Konsumverhalten, unter anderem:
gebrauchte Kleidung kaufen; gute Kleidung weitergeben oder verkaufen; fair gehandelte Kleidungsstücke bevorzugen; auf umweltfreundliche Herstellung achten. Schließlich besprachen wir noch zusammen Fallbeispiele für umweltbewussten und weniger umweltbewussten Konsum.
Zum Schluss des Projektes bedankte sich unser Klassenlehrer Herr Reinwald bei Frau Kerstin Petri von den „KlimaMachern“ für die Durchführung des Projektes mit den Schwerpunkten „Mobilität“ und „Konsum“ und auch bei uns für unsere rege, interessierte Teilnahme. Er gab auch noch zu bedenken, dass man jetzt alles tun muss fürs Klima und für die Umwelt. Es geht letztlich um die Zukunft von uns Kindern. Dabei kann jeder von uns tagtäglich durch umweltfreundliches Verhalten in der Fortbewegung und beim Konsum einen Beitrag leisten. Dazu sollte auch dieses Projekt anregen.