Bericht der 3. Klasse
Thema Warum ist der Wald/ der Regenwald wichtig für uns und fürs Klima?
Montag, 24.04.23 Einstieg mit dem Bilderbuch Greta und die Großen (Zoe Tucker, Zoe Persico)
Im Sitzkreis las die Lehrerin das o.g. Buch den Schülerinnen und Schüler vor. Diese gaben den wesentlichen Inhalt der Geschichte in eigenen Worten wieder: durch die Rodung der Wälder wird der Wald als Lebensgrundlage für alle Lebewesen zerstört. Wenn mehr CO2 von den Menschen produziert wird, erwärmt sich die Erde. Das ist schlecht für’s Klima.
Daraufhin fanden die Kinder selbst Möglichkeiten, CO2 einzusparen, und versuchten, diese umzusetzen. Mit Hilfe des „Weltretterheftes“ beobachteten die Mädchen und Jungen in den kommenden Wochen ihren „ökologischen Fußabdruck“ und tun das bis heute.
Dienstag, 25.04. Besuch der Schreinerei Schmidt in Röslau
Die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse besuchten eine ortsansässige Schreinerwerkstatt und bauten mit dem Schreinermeister ein Vogelhaus. Sie waren mit sehr viel Freude und Eifer bei der Sache. Das Vogelhaus durften sie als Erinnerungsstück mit in die Schule nehmen.
Donnerstag, 27.04.23 Was ist ein Regenwald?
Die Schülerinnen und Schüler befassten sich im Unterricht mit tropischen Regenwäldern, verglichen diese mit unseren heimischen Wäldern und nannten deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Hier erinnerten sich die Kinder wieder an das Bilderbuch und folgerten: wenn die Tiere keinen Lebensraum mehr haben, weil der Mensch diesen zerstört, sterben sie aus.
Freitag, 28.04.23 Unterrichtsgang in den Wald mit der Försterin Frau Völkl
Die Schülerinnen und Schüler machten sich mit ihrer Lehrerin auf in den nahegelegenen Thuswald. Dort trafen sie sich mit der Försterin Frau Völkl, die ihnen spielerisch die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von Holz vor Augen führte (z.B. Holz als Baustoff oder Holz als Brennstoff). Danach liefen wir zu einer Stelle im Thuswald, die für die Kinder eine besondere Bedeutung hat: am 16.11.22 hatten die Röslauer Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in Zusammenarbeit mit dem Forstamt bei einer „Baumpflanzaktion“ junge Bäume gepflanzt. Als sie dort ankamen, fand jedes Kind „seinen“ Baum gleich wieder und konnte sehen, wie weit sich die Pflanze entwickelt hatte. Dabei erkannten sie: Bäume wachsen sehr langsam. Bis ein Baum ausgewachsen ist, dauert es ungefähr 60 Jahre. In einem anderen Spiel mit Moos und Stöckchen lernten die Kinder, was nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, nämlich, dass nur so viele Bäume geschlagen werden dürfen, wie auch nachwachsen können. Auch so kann Unterricht sein.
Dienstag, 02.05.23 Warum ist der Regenwald in Gefahr?
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten, aus welchen Gründen der Regenwald abgeholzt wird:
wegen landwirtschaftlicher Nutzung für Soja- und Palmölplantagen,
um an wertvolle Bodenschätze (Gold, Platin, Eisenerz, Kupfer) zu gelangen,
und um das Holz weiterzuverarbeiten (meist Papier, aber auch Sperrholz oder Grillkohle).
Donnerstag, 04.05.23 Was kann ich tun, um den Regenwald zu schützen?
Besuch der Schreinerei Schmidt in Röslau
Die Drittklässler schreiben:
Trotz schlechten Wetters machten wir uns am 25.04.23 mit unserer Lehrerin Frau Meinel auf den Weg zur Schreinerei Schmidt in Röslau.
Herr und Frau Schmidt empfingen uns sehr herzlich und verrieten gleich, dass Herr Schmidt mit uns ein Vogelhaus bauen wird. Aber bis ein Werkstück fertig ist, braucht es viele Arbeitsschritte.
Zuerst führte uns Herr Schmidt durch die Werkstatt und zeigte uns seine Maschinen. Das sind ganz schön viele und sie sind richtig groß! Auf dem Hof wird das Holz für die Schreinerei angeliefert, das ist fast nur Holz aus heimischen Baumarten. Herr Schmidt kauft das Holz auch gerne von Holzhändlern in der Nähe, damit die Anfahrtswege kurz sind. Das schont auch unsere Umwelt.
Aber wie wird unser Holzstück nun zum Vogelhaus? Zuerst bekommt der Schreiner einen Bauplan mit den einzelnen Bauteilen, die gebraucht werden. Das Holz wird gesägt und geschliffen. Manchmal bohrt man auch Löcher oder fräst eine Nut ins Holz. Herr Schmidt und seine Mitarbeiter müssen dabei ganz genau messen und arbeiten, damit am Ende alle Stücke richtig zusammengesetzt werden können. Wenn alle Teile des Bauplanes fertig sind, kann das Vogelhaus gebaut werden.
Das probierten wir mit dem Chef auch gleich selbst. Wir steckten die Bauteile für unser Vogelhaus zusammen und durften sogar mit Herrn Schmidts Akkuschrauber Schrauben ins Holz drehen. Das hat Spaß gemacht! Am Ende haben wir unser fertiges Vogelhaus noch mit Vogelfutter befüllt. Jetzt hatten wir uns eine Brotzeit verdient, die wir uns im Brotzeitraum der Schreinerei schmecken ließen. Herr und Frau Schmidt versorgten uns außerdem mit leckeren Gummibärchen und beantworteten geduldig unsere vielen Fragen. Zum Abschied bekam jedes Kind noch einen Bleistift geschenkt. Unser Vogelhaus durften wir auch mit in die Schule nehmen. Wenn wir es sehen, werden wir uns jedes Mal gerne an den lehrreichen Besuch bei der Schreinerei Schmidt in Röslau erinnern.
Liebe Familie Schmidt, vielen Dank für den tollen und abwechslungsreichen Vormittag, es hat uns bei Ihnen wirklich sehr gut gefallen!
Unterrichtsgang in den Wald am 28.04.2023
Die dritte Klasse schreibt:
Am 28.04.23 waren wir mit der Försterin Michaela Völkl und ihrer Begleiterin Katja im Wald. Wir wollten herausfinden, woher das Holz kommt, das später zu Möbeln oder manchmal auch zu Papier weiter verarbeitet wird. Zuerst fragten uns die beiden Frauen, wozu wir den Wald, außer als Holzlieferant, eigentlich noch brauchen. Sie lobten uns, weil wir schon ganz viel dazu sagen konnten.
Die Bäume wandeln nämlich Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff um und sorgen somit für frische Luft. Außerdem schützen sie uns vor Wind und Regen, und ihre Wurzeln halten den Boden fest. So kann er bei Regen nicht weggeschwemmt werden kann. Von unserer Baumpflanzaktion mit der ganzen Schule im November 2022 wussten sie auch schon und fanden es prima, dass sich unsere Schule so gut für den Klimaschutz einsetzt.
Danach spielten wir ein Bingo, bei dem wir herausfinden sollten, wer z.B. mit Holz heizt, wer schon einmal im Wald übernachtet hat, wer selbst Wald besitzt, wer im Wald spielt oder wer ein Bett aus Holz hat. Wir fanden heraus, dass wir ganz viel Holz nutzen. Holz ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Außerdem gibt es im Fichtelgebirge viele Borkenkäfer, die die Fichten so krank machen, dass diese abgeholzt werden müssen. Bei uns ist schon sehr viel Waldgebiet abgeholzt, dass wir wieder aufforsten müssen. Danach sind wir zur Lichtung unserer Baumpflanzaktion gelaufen, haben Brotzeit gemacht und „unsere Bäume“ besucht. Alle haben einen eigenen Drahtzaun und sind noch ganz schön klein. Wisst ihr, wie lange die noch wachsen müssen, bis sie wieder ein großer Wald sind? Das sind ungefähr 60 Jahre!
Zum Abschluss haben wir noch ein Spiel mit Moos und kleinen Stöcken gemacht. Jeder von uns war ein Waldbesitzer und durfte seine eigenen Bäume abholzen und wieder aufforsten. Dabei fanden wir heraus, dass es nachhaltig ist, wenn man nur wenige Bäume fällt und nachpflanzt. Wenn man aber große Flächen abholzt, gibt es keinen Wald und kein Holz mehr, und diese wieder aufzuforsten, dauert sehr lange.
Wir wollen weiterhin unsere Wälder schützen und sorgsam mit diesem wertvollen Rohstoff umgehen. Vielen Dank, liebe Frau Völkl, dass Sie uns so gut erklärt haben, was nachhaltige Forstwirtschaft ist! Danke auch, dass Sie uns so geduldig zugehört und unsere Fragen beantwortet haben.